Produkte an Enthusiasten verkaufen – SheCommerce

Verhalten sich alle Shopbesucher gleich? – Das war die Frage, die am Montag den 01.07.2013  in den Hallen von CoreMedia beantwortet werden sollte.

Der UXRoundtable HH hat eingeladen und mit Peer-Uli May einen Fachmann aus der Praxis als Referenten gewinnen können. Aber zurück zur Eingangsfrage: Der E-Commerce hat laut bvh im vergangen Jahr 2012 erneut einen neuen Umsatzrekord in Deutschland feiern können.

Umsatz E-Commerce
Umsatzzahlen des E-Commerce 2011 vs. 2012

Die Verteilung nach Geschlechtern ist hierbei sehr unterschiedlich. Auf Seiten der Multichannel-Anbieter kaufen 66% Frauen ein. Auf den Angeboten der Pure Player, also derer, die Waren ausschließlich über das Internet vertreiben, sind es hingegen nur 42% Frauen. Als Gründe wurden unterschiedliche Phänomene genannt. Als einer der Kaufentscheidungsprozess nach Barletta:

Um Frauen besser anzusprechen und sie zu Käufern zu machen, müssen Händler genau dieser psychologische Unterscheidung Tribut zollen, indem sie die Seite anpassen. Als Beispiel für ein Angebot im Netz, das eher Frauen anspricht, hält immer wieder Pinterest her. Auch diesmal wurde es wieder ins Feld geführt und Beispiele kuratierender Shopping-Sites als Konsequenz dieser Entwicklung genannt. Als starkes Beispiel für eine Umsetzung wurde Rakuten genannt, die weg wollen vom Produktautomaten-Ansatz des E-Commerce hin zu einer befüllten, zum Stöbern einladenden Ladenzeile.

rakuten
Das klassische versus Rakuten-Modell des Online-Handles

Nach Abschluss des Vortrags gab es noch eine ausführliche Diskussion über die Zukunft des E-Commerce. Als entscheidend für die zukünftige Entwicklung von E-Commerce-Angeboten wurden an das Endgerät angepasste Auftritte und die Darstellung von Emotionen genannt. Einigkeit herrschte auch darüber, dass eine individuelle Ansprache der Kunden und ein besserer Customer-Support in Zukunft entscheidend ist.